Gottesdienst im Grünen am 27.06.2010
Bereits zum dritten Mal trafen wir uns an der „Langen Bank“, am Wollenberg um in Gottes schöner Natur Gottesdienst zu feiern. Der Himmel - also Gott - hatte ein Einsehen und wir brauchten nicht zu befürchten, nass zu werden. Für die schattenspendenden Bäume war sicher nicht nur ich dankbar. Viele fleißige Helfer hatten zuvor Bänke, Stühle und Tische aufgestellt und die technische Anlage aufgebaut. Unzählige Kannen Kaffee waren gekocht und auch kalte Getränke bereitgestellt worden. Das Kuchen- und Salatbuffet bot reichhaltige Abwechslung. Die Grills warteten darauf mit Würstchen belegt zu werden. Ich sah viele altbekannte, aber auch neue und zwischenzeitlich aus dem Blick geratene Gesichter. Mir wurde klar, dass unser gemeinsames Essen und Beisammensein sicherlich schön werden würde.
Zunächst jedoch war ich voll gespannter Erwartung, was mir im Gottesdienst geboten würde und was ich davon mit in die nächste Woche nehmen könnte. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es ein rundum gelungener Gottesdienst war. Die Moderation war von Jürgen und Iris Bösser übernommen worden. Man spürte, mit welchem Herzblut sie diese Aufgabe wahrnahmen. Das sah man u.a. beim Anspiel zur Einführung ins Thema, in dem sie ein Liebespärchen bei einem Picknick mimten, das erschreckt über die Menge der Zuschauer die Flucht ergriff. Bei der Begrüßung wurde uns mit aktuellen Beispielen verdeutlicht, wie wir dazu kommen „Um Himmels Willen!" zu sagen und der weitere Verlauf des Tages bekannt gegeben.
In vielfältiger Weise wurde die Herrlichkeit der Schöpfung Gottes gelobt.
Unter Anleitung von Andrea Bösser luden uns die Kinder zu dem Lied „Hier bewegt sich was" ein. Es machte seinem Namen alle Ehre, denn nur wenige blieben sitzen. Im Anspiel vor der Predigt wurde uns eine- leider oft alltägliche- Situation einer Familie beim gemeinsamen Essen vor Augen geführt: Alle redeten aneinander vorbei, keiner hörte dem anderen zu, der Vater zwang allen seinen Willen auf.
In der Predigt nahm Lothar Rapp das Chaos beim Familiengespräch auf und erzählte dann, dass Gott das Gute für uns will, uns aber nicht von Leid verschont Aus unseren Niederlagen sollen Siege Gottes werden. Mit dem Hinweis auf die Jahreslosung gab er uns den Rat, uns in unseren persönlichen Katastrophen an Gott zu wenden, weil er eingreift und unsere Sorgen zu seiner Sache macht.
Anschließend stellte er die bedeutende Rolle von Jesus heraus: Er gibt Halt. In ihm ist Vergebung. Durch ihn hat der Tod seine Macht verloren. Er hat uns im Himmel eine Wohnung bereitet. Er ist die einzige Hoffnung in all den Schrecknissen. Mit ihm kommt unser Leben zum Ziel.
Wir sollten die Einladung unseren Weg mit ihm zu gehen nicht ablehnen. Dieser Gottesdienst sollte nicht nur ein Event sein und das Angebot der Vergebung ausgeschlagen werden. Um des Himmels - also Gottes - Willen, sollten wir, wenn wir seine Stimme hören, „ja“ sagen.
Gewiss waren viele von der Predigt berührt, was nicht zuletzt daran lag, dass man spürte, dass jemand vor uns stand, der begeistert von Jesus war.
Der Gottesdienst war zu Ende. Das Beisammensein noch lange nicht. Um den Kindern die Wartezeit, bis auf die Würstchen, zu verkürzen, waren einige Spiele vorbereitet worden. Am liebsten spielten sie Fußball. Wen wundert s, stand doch um 16.00 Uhr das WM - Spiel Deutschland gegen England bevor.
Viele Gottesdienstbesucher blieben und ließen es sich schmecken. Ich sah zufriedene Gesichter, denn Salate, Würstchen und Kuchen waren einfach köstlich. Beim Tischgespräch tauschte man sich über den Gottesdienst aus, erfuhr Neuigkeiten aus dem Leben der Gesprächspartner oder erzählte selbst welche.
Als die Bänke, Tische und Stühle wieder eingeladen wurden, wunderte ich mich, wie schnell die Zeit verflogen war. Erst nach 15.00 Uhr verließ ich mit den letzten Übriggebliebenen, gestärkt an Leib und Seele, den Ort des Geschehens.
Eines ist sicher: Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Gottesdienst im Grünen.
Ulla Griego
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