NGE: Chrischona-Gemeinden Bezirk Wetter 

Natürliche Gemeinde-Entwicklung

In der Bibel ist in Markus 4,26-29 folgendes Gleichnis zu lesen, das Jesus erzählt:

„Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst - er weiß nicht, wie. Denn von selbst - wörtlich „automatisch“ - bringt die Erde Frucht, zu­erst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da!“

Aus diesem Gleichnis geht ziemlich genau hervor, was der Mensch kann, wenn es um den Bau des Reiches Gottes geht bzw. was seine Aufgabe im Reich Gottes ist und was nicht:

- Er kann und soll säen

- Er kann und soll beackern

- Er kann und soll „schlafen und aufstehen“

- Er kann und soll ernten

Aber was kann er nicht? Er kann auf keinen Fall die Frucht produzie­ren!

Oder auf uns als Gemeinde bezogen: Wir können alles Mögliche tun, damit Menschen auf Jesus aufmerksam werden. Aber dass Menschen Jesus zu finden und in die Gemeinde kommen, das können wir nicht machen! Und das heißt wiederum, dass wir zwar an der Qualität unsrer Gemeinde arbeiten, es aber nicht machen können, dass mehr Men­schen in die Gemeinde!

Diese einfache Wahrheit hat man mit einem weltweiten Forschungs­projekt herausgefunden das sich „Natürliche Gemeindeentwicklung“ nennt.

„Natürliche Gemeindeentwicklung“ (NGE) in 71 Ländern aktiv

Eine der größten Gemeindeaufbau-Bewegungen geht seit 10 Jahren von Deutschland aus: NGE wird seit 1998 von etwa 55.000 Kirchen und Gemeinden genutzt, um die geistliche Qualität des Gemeindele­bens zu steigern und in der Folge Gemeindewachstum zu erleben.

Die Arbeit von NCD International(„Institute for Natural Church Deve­lopment International“) entstand aus dem Ökumenischen Gemeinde-Institut, das Christian A. Schwarz vor 20 Jahren gründete. Sie bekennt sich zu den Werten der Lausanner Bewegung.

Weltweit arbeiten über 100 Konfessionen nach diesem Ansatz, den der Theologe Christian A. Schwarz und der Psychologe Christoph Schalk entwickelt haben. Die beiden Leiter von "NCD International" konnten durch ihre Forschungsarbeiten nachweisen, dass es geistliche Prinzipien gibt, die wachsende von schrumpfenden Gemeinden unter­scheidet. Diese geistlichen Prinzipien konnten in allen Denominatio­nen, Kulturen und Ländern beobachtet werden.

Im Januar 2008 brachte NCD International nach drei Jahren intensi­ver Forschung eine neue Version des sog. „Gemeindeprofils“ heraus, das gemeindliche Qualität in acht Schlüsselbereichen misst:

DIE ACHT QUALITÄTSMERKMALE

Das Ergebnis ist ein­fach: Eine Gemeinde, die in allen Merkmalen eine hohe Qualität hat, wird eher wachsen, als eine Gemeinde, die auf die Qualität dieser Merk­male wenig oder keinen Wert legt. Klingt irgend­wie logisch. Oder sollten praktizierte Liebe, Evan­gelisation oder gelebte Gemeinschaft in Klein­gruppen etwa nur in der Urgemeinde wichtig gewesen sein?

Um nun herauszufinden, wo eine Gemeinde steht, wird im Rahmen dieses Forschungsprojekts ein schönes Bild gebraucht: Es ist ein Ge­fäß, ähnlich eines Fasses oder einer Tonne. Dies ist ein Bild für die Gemeinde! Nun wird dieses Gefäß in die acht weiter oben erwähnten Bereiche eingeteilt, die ähnlich wie Fassdauben funktionieren. Wenn unser gu­ter Gott dann seinen Segen in dieses Gefäß füllen möchte, in­dem er z.B. gerne mehr Menschen in unsere Gemein­de senden möch­te, dann kann dieses Gefäß immer nur so viel fassen wie es an Kapa­zität hat bzw. so viel, bis die Füllung an den für das Gefäß untersten Rand kommt. Man nennt dies den „Minimumfak­tor“, weil dies der in der Ge­meinde am wenigsten ausge­bildete Bereich ist!

Wenn eine Gemeinde also z.B. ein sehr schlech­tes Beziehungsge­flecht hätte (Bereich: Liebevolle Beziehungen), dann wäre dieser Be­reich die Stelle, die für mangelndes Wachstum verantwortlich wäre. Das ist zwar ein menschliches Bild, dahin­ter aber finden wir die In­halte aus dem oben er­wähnten Gleichnis aus Markus 4.

Soll jetzt weiter Segen in das Gefäß fließen, muss man an dem jewei­ligen Bereich arbeiten, damit sich die Kapazität des gesamten Gefäßes erhöht!

Durch meine begonnene Weiterbildung als Gemeindeberater für NGE, ist es mir wichtig, dass wir diese Arbeit nur mit unseren vorhan­denen Ressourcen machen und dabei achtsam damit umgehen. Wir sollten also nicht einfach das weitermachen, was schon immer im Jah­res-Aktionsplan der Gemeinde stand.

Die Zukunft unserer Gemeinden im Sinne Jesu zu gestalten, darum geht es. Biblisch fundiert - sinnvoll strukturiert - leidenschaftlich geleitet und auftragsorientiert.

Lothar Rapp

Monatsspruch
Mai 2012

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.

  1.Timotheus 4,4

Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.

  Psalm 50,23

Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

  1.Korinther 15,57


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