Jubiläum 06: Chrischona-Gemeinden Bezirk Wetter 

Nun sind wir 100

Wir haben es gefeiert; wir sind tatsächlich 100 Jahre alt. Ein gesegnetes Alter für einen Men­schen, eine kurze Zeit im Leben der Kirche.

Aber der Rückblick zeigte uns: Wir sind nicht mehr dieselben. Auch Kirche wandelt sich; auch Ge­meinschaften wandeln sich. Und die Besinnung zeigte uns erneut: Wir müssen uns wandeln. Nun ist das nicht so leicht, wenn wir Mitglieder relativ alt sind.

So haben wir bei der Vor­bereitung auf unsere Feier mit dem Rahmen angefan­gen: Unser Haus ist rund­erneuert. Dank Konrad Hedder­ich und vielen Helfern zeigen Fassade, Flur und Türen – nicht zu vergessen die Toiletten, dass wir in ein freundliches Haus einladen.

Unser erster Abend lud zu und mit Liedern in unsere Gemein­de ein. Viele haben sich von der schönen Stimme von Waltraud Kaufmann mitnehmen lassen in das Lob Gottes. Alte und neu­ere Lieder wurden für manche zu einem Rückblick auf gute und vielleicht auch schwere Jahre in der Chrischona- Ge­meinschaft. Heinrich Kaufmann machte durch Texte, Psalmen und begleitende Worte den A­bend zu einem mutmachenden Auftakt für unsere Festlichkei­ten. Wie schon in seiner Zeit als Prediger im Bezirk Wetter sorg­te er zusammen mit seiner Frau für ein herzliches, frohes Mitein­ander, das alte Bekannte und Freunde und alle, die Kauf­manns noch nicht kannten ein­schloss.

Beim zweiten Abend erfuhren wir, dass Gesundheit nicht alles ist. – Das Leben eines Gelähm­ten muss so schlimm ge­wesen sein, dass seine Freunde Unglaubliches ta­ten, um ihn zu Jesus zu bringen, dem Mann, von dem sie gehört hatten, dass er heilt. Und was tut Jesus? Er sagt ihm: „Dir sind deine Sünden verge­ben.“ Wir kennen die Ge­schichte: Jesus heilt ihn dann doch noch, denn er weiß, wie schrecklich Lei­den sein können. Aber – was bedeutet uns Verge­bung; brauchen wir sie über­haupt noch? Ist sie uns selbstverständlich gewor­den? Wären wir - wenn wir ganz ehrlich sind – auch enttäuscht gewesen, wenn uns nur unsere Sünden vergeben worden wären? Sind wir enttäuscht, weil uns zwar unsere Sünden vergeben, wir aber immer noch in unserer Not gefangen sind? Diese Fra­gen hat der Abend z.B. bei mir wachgerufen.

Der Abend mit den Fotos, den ehemaligen Predigern und Mitarbeitern der Gemeinde, den Erinnerungen, zeigte die Mü­hen, die Freude und den be­wundernswerten Einsatz, mit denen die Chrischona-Gemein­schaft Goßfelden/Sarnau am Bau und Erhalt der Gemeinde beteiligt war. Für Gott, für Je­sus, aus Seiner Kraft, „denn ohne mich könnt ihr nichts tun“ war Fundament und Überschrift für diese 100 Jahre.

Und nun der Festgot­tesdienst. Noch mehr Gäste! Wir haben uns darüber alle sehr gefreut. Die Grußworte von Pfr. Hammann, Herrn Mei­nel, als Vertreter des Bürger­meisters, von Herrn Lies, dem Ortsvorsteher von Goßfelden, und Prediger Rapp ermutigten uns zu ganzem Einsatz als Christen in der politischen Ge­meinde und zu diakonischem Handeln. Die Predigt von In­spektor Rainer Geiss war Mah­nung und Aufruf: Christen müs­sen „nein“ zu den Ansprüchen der Welt, aber „ja“ zum An­spruch Gottes sagen und bei­des dazu einsetzen, um dem Frieden zu dienen, in der Ge­meinde und in ihrem Umfeld. Die Kirchenchöre und die Po­saunenchöre des Bezirks Wet­ter und der Kirche Goßfelden begeisterten alle Zuhörer. – Es war ein wohltuender Abschluss dieser Woche, dass wir mit über 200 Gästen gemeinsam Kaffee und Kuchen genießen konnten.

Bärbel Wittchow

Monatsspruch
Mai 2012

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.

  1.Timotheus 4,4

Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes.

  Psalm 50,23

Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus!

  1.Korinther 15,57


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